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Meldeeifer und Kummerkasten - Polizeinotruf in Zeiten von Corona

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Die vor einer Woche erlassenen Corona-Aufenthaltsbeschränkungen haben bei manch einem Lausitzer Meldeeifer geweckt. In der Polizeidirektion Görlitz wurden am Wochenende rund 100 Notrufe entgegen genommen.   Auch absurd anmutenden Anzeigen gingen die Beamten von Amts wegen nach.

„Herr Polizist, ich weiß was!“

Ein Bürger hatte von seinem Balkon eine Menschenansammlung auf dem weiträumigen Lausitzer Platz in Hoyerswerda ausgemacht. Zwölf Personen! Ein Massenauflauf. Eine Polizeistreife sah nach. Es waren zwölf Passanten, aber in sechs Gruppen und in gebotenem Abstand.

„Ich bekomme das Rezept nicht eingelöst“

 Eine andere Anzeige: Ein Nachbar hatte auf einem anderen Balkon zwei Personen erspäht. Kann doch nicht sein, da wohnt doch nur einer! Ein weiterer Anrufer meldete pflichtbewusst: Fünf Menschen im Freien ohne Mindestabstand! Wie sich herausstellte: Es war eine Familie mit drei Kindern. 

Ein Mann aus Weißwasser wählte den Notruf: Er stand in einer Apotheke und bekam sein Rezept nicht eingelöst. Kein Wunder: Es war schon 2018 ausgestellt worden.

„Ich habe so ein Kratzen im Hals“

Und jener Anrufer hatte offenbar die Nummer seines Hausarztes nicht parat. Er wählte den Notruf und fragte besorgt: Ich habe so ein Kratzen im Hals. Was soll ich tun?