Messerattacke an Grundschule: Täter nicht mehr im Koma
Vier Wochen nach der Messerattacke auf einen Achtjährigen an einer Grundschule in Bischofswerda ist das Motiv der Tat weiter unklar. Der 16-jährige Beschuldigte befinde sich zwar nicht mehr im künstlichen Koma, sei aber weiterhin nicht vernehmungsfähig, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Christopher Gerhardi. „Was die Frage nach dem Warum angeht, haben wir noch keine Erklärung von ihm.“, so der Sprecher. Hingegen ist der angegriffene Achtjährige inzwischen wieder in der Schule und nimmt am Unterricht teil.
Der mit einem Messer bewaffnete Jugendliche hatte den Drittklässler schwer verletzt und ging selbst in Flammen auf. Das Feuer wurde gelöscht und der Täter festgenommen. Der Jugendliche war mit massiven großflächigen Verbrennungen in eine Spezialklinik gebracht worden.
Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch. Nach Angaben der Polizei werden weiterhin am Tatort gefundene Spuren und Beweismittel ausgewertet und Zeugen befragt. Der 16-Jährige wollte offenbar das gesamte Gebäude in Brand setzen, der Drittklässler soll ihn dabei überrascht haben. Am Tatort waren mehrere Taschen, Messer, Flaschen und Feuerzeuge gefunden worden, es gab zudem entsprechende Hinweise. (mit dpa)