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Messerstecher-Fall von Zittau wird neu aufgerollt

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Der Prozess gegen den Messerstecher von Zittau wird neu aufgerollt. Auf Entscheidung des Bundesgerichtshofes wird der Fall  ab heute in Bautzen verhandelt. Der 53 Jahre alte Angeklagte hatte zwar den gewaltsamen Tod seiner Freundin zugegeben, eine Mordabsicht aber bestritten. Er war Anfang vergangenen Jahres vom Landgericht Görlitz wegen Totschlags zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft will den Angeklagten mindestens 15 Jahre – also lebenslänglich – hinter Gittern sehen. Sie hatte auf Mord aus Heimtücke plädiert. Dagegen ging der Verteidiger von einer Affekthandlung aus. Er hielt eine Gefängnisstrafe von maximal sechs Jahren für angemessen. 

Der Angeklagte hatte seine 34-jährige Freundin im Park vor dem Zittauer Johanneum nach einem heftigen Streit mit einem Küchenmesser erstochen. Danach trank er ein Bier, rauchte eine Zigarette und stellte sich der Polizei.