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„Millionen-Förderung für Görlitz Stadthalle wackelt nicht“

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Die Planungen für die Sanierung der Görlitzer Stadthalle können beginnen. Der Stadtrat braucht für die Vergabe nur noch grünes Licht zu geben. Das Planungsbüro kann dann sofort loslegen. Es braucht nicht bei Null zu beginnen. Entwurfsplanungen für den Jugendstilbau an der Neiße liegen schon vor. Sie wurden 2012 aufgestellt. Die Görlitzer Kulturservice GmbH arbeitet unterdessen an einem Konzept. Sie soll Betreiberin der Stadthalle werden.

Linke hat Zweifel an Auszahlung der Fördermittel

Bund und Land hatten im vergangenen Jahr 36 Millionen Euro Fördermitteln für Sanierung und Modernisierung der über 100 Jahre alten Stadthalle versprochen. Die Stadt könne auch angesichts der Corona-Krise damit rechnen, sagte uns  Bürgermeister Michael Wieler. „Ich sehe keinen Grund, weshalb das wackeln sollte. Im Gegenteil. Wir sind mit den Fördermittelgebern im Gespräch und treiben die Sache voran“.

Die Linke im Stadtrat bezweifelt, dass die versprochenen Millionen fließen. Ein schlüssiges und nachvollziehbares Nutzungskonzept liege bislang nicht vor. Außerdem sei der Eigenanteil in Höhe von vier Millionen Euro im Haushalt der Stadt nicht dargestellt, sagte uns der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Mirko Schultze. Beides sind Bedingungen dafür, dass die Fördermittel bereitgestellt werden.

Die Görlitzer Stadthalle wurde vor mehr als zehn Jahren wegen gravierender Baumängel geschlossen. Seit dem vergangenen Jahr ist der Kleine Saal unter Einschränkungen wieder nutzbar.

 

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Bürgermeister Michael Wieler