Millionengeschenk für Görlitz
Die Görlitzer Stadthalle kann komplett saniert und ein Anbau errichtet werden. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat heute dafür 18 Millionen Euro bewilligt. Darüber informierte der SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk. Sachsen hat sich bereit erklärt, 18 Millionen Euro als Kofinanzierung beizusteuern. "Nachdem der Bund, Sachsen und Görlitz bereits in den vergangenen Jahren vor allem die statische Sicherung des Gebäudes und die denkmalgerechte Sanierung des kleinen Saales in niedriger Millionenhöhe förderten, gelingt uns jetzt der große Wurf" so Jurk. Sachsens Ministerpräsident sprach von einer Initialzündung. "Görlitz soll noch mehr wirtschaftliche Lokomotive werden für die gesamte Oberlausitz. Mit der sanierten Görlitzer Stadthalle bekommt die Region einen hochwertigen Konzertsaal und ein modernes Tagungszentrum. Gerade in den besucherarmen Zeiten über die Wintermonate können so Gäste in die Stadt gezogen werden", so Kretschmer.Oberbürgermeister Siegfried Deinege sagte, dass nun konzeptionelle, bauplanerische und finanztechnische Schritte für die Sanierung der Görlitzer Stadthalle weiter vorangetrieben werden können. Aktuell wird sich der Stadtrat morgen mit der Stadthalle befassen. Die 1906 bis 1910 für die Schlesischen Musikfestspiele errichtete Stadthalle ist ein bedeutendes Jugendstil-Bauwerk. Die darin befindliche Sauer-Orgel ist das einzige original erhaltene Konzertinstrument mit spätromantischer Klangfarbe dieser Art. Bis zur Schließung 2005 fanden dort regelmäßig Konzerte, Sportveranstaltungen und Messen statt, seit 2014 ist die Halle wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt.