Millionste Batterie in Kamenz produziert - Lob und zwei Forderungen von der IG Metall

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Die millionste Autobatterie ist im Accumotive-Werk in Kamenz vom Band gelaufen – seit Beginn der Produktion im Jahr 2012. Standortverantwortlicher Thomas Brandstetter bezeichnete das als einen Meilenstein . In Kamenz werden Batteriesysteme für kompakte Mercedes-EQ-Modelle hergestellt.

Brandstetter bezeichnete die Fertigung als zentrale Säule der Elektro-Offensive des Konzerns. Für die Mercedes-Benz-Tochter sind rund 1.500 Beschäftigte tätig. Damit stieg die Zahl seit 2019 um 200.

In den zwei Werken in Kamenz werden Akkus zum Beispiel für Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge produziert.

Lob kommt auch von der IG Metall.  Die Accumotive habe damit klar ihre Kompetenz bei der Batterieherstellung herausgestellt. Aber es fehle noch eine Perspektive für den Standort, also eine Zusage für die Kernkompetenz in der Batteriefertigung und darüber hinaus, so der Bevollmächtigte für Ostsachsen, Jan Otto. Er kritisiert außerdem die Leiharbeiter-Quote. Sie sei mit über 60 Prozent viel zu hoch.

Beide Forderungen – nach einem Bekenntnis des Konzerns zum Standort Kamenz auch in puncto Forschung und Entwicklung zum einen und nach einer Verringerung der Leiharbeiterquote zugunsten des Anteils der Stammbeschäftigten zum anderen – will die IG Metall in einer Zukunftsvereinbarung verankert wissen. Die Gewerkschaft wird wird die Accumotive zu Verhandlungen auffordern.

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Reporter Knut-Michael Kunoth