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Missbrauchsprozess in Görlitz: Freispruch für Hausmeister

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Ein wegen schweren Kindesmissbrauchs Angeklagter hat heute Vormittag das Landgericht Görlitz als freier Mann verlassen. Sowohl die Staatsanwältin als auch der Verteidiger beantragten Freispruch. Grund: Die Tochter des Angeklagten machte in der Verhandlung keine Aussage.   

Dem Angeklagten, der heute Morgen aus der Untersuchungshaft in den Schwurgerichtssaal geführt wurde, hatte die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, seine Tochter über 30 Mal sexuell missbraucht zu haben. Beim ersten Mal soll sie zehn oder elf Jahre alt gewesen sein.  

Der Hausmeister bestritt die Vorwürfe. Alles gänzlich falsch, erklärte sein Verteidiger. Die inzwischen 16 Jahre alte Tochter war als Zeugin geladen. Sie machte von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Andere Zeugen gab es nicht und auch keine Videoaufnahmen. Deshalb: Freispruch. 

Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Seit Ende Februar saß der Mann hinter Gittern. Für diese Zeit wird er entschädigt.