Mit Düsenschläuchen gegen Feuerwalze - Brandschutz im Kreis Bautzen wird verbessert
Die Gemeinden an der Königsbrücker Heide sollen besser vor Waldbränden geschützt werden und die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz auch. Vorgesehen ist der Einsatz von Düsenschläuchen. Sie erzeugen einen fünf bis zehn Meter hohen Wasserschleier. „Wir haben das System erprobt und festgestellt, dass es ein geeignetes Mittel ist, um eine Brandentwicklung in bewohntes Gebiet aufzuhalten“, sagte der stellvertretende Kreisbrandmeister, Volker Lutterberg, unserem Sender.
In der Königsbrücker Heide liegen noch Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie aus der Zeit, als die Sowjetarmee das Gelände nutzte. „Wir haben dort Sicherheitsabstände einzuhalten von rund 300 Metern. Durch die Düsenschläuche ist es möglich, die Löscharbeiten auch dann fortzusetzen“, erklärte Lutterberg.
Pünktlich zu Beginn der Waldbrandsaison sollen die 400 Meter Düsenschläuche da sein. Sie kosten knapp 50.000 Euro. 90 Prozent übernimmt das Land Sachsen.
Die Königsbrücker Heide ist mit rund 7.000 Hektar das größte Naturschutzgebiet in Sachsen und das einzige Wildnisgebiet Deutschlands