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Mitarbeiterin von Familienhilfe in Bischofswerda bedroht - Jugendamt bringt vier Kinder in Sicherheit

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Polizei­ein­satz in der Neustädter Straße in Bischofs­werda. Eine Mitar­bei­terin der Famili­en­hilfe ist  von einem Famili­en­vater bedroht worden. Er habe verhin­dern wollen, dass seine vier Kinder in Obhut genommen werden, sagte Landrats­amts­spre­cher Gernot Schweitzer unserem Sender.  Die Polizei erteilte dem 34-jährigen einen Platz­ver­weis. Die Kinder wurden anschlie­ßend in Obhut genommen. Sie befinden sich derzeit in einem Heim im Landkreis Bautzen. Der Mutter wurde nahege­legt, ein Frauen­schutz­haus aufzu­su­chen. Das Landratsamt erstat­tete Anzeige gegen den Vater. Er sei bereits mehrfach negativ aufge­fallen. Das Jugendamt sprach von einem „Gewalt­po­ten­tial gegen­über den Kindern und der Mutter“. Einzel­heiten wollte die Behörde nicht nennen.  Die Familie aus Bischofs­werda wird bereits seit längerer Zeit von der Famili­en­hilfe  betreut.  Im vergan­genen Jahr wurden im Landkreis Bautzen 179 Kinder und Jugend­liche in Obhut genommen. Das waren neun mehr als im Jahr zuvor.  Konflikte in der Familie, Schläge, sexueller Missbrauch oder auch: der Vater an der Flasche, die Mutter unter Drogen – das waren die häufigsten Gründe für die sogenannten Inobhut­nahmen. Die Kinder und Jugend­li­chen fanden entweder Zuflucht in Heimen und Betreu­ungs­zen­tren in Bautzen, Kamenz und Hoyers­werda oder wurden von Pflege­el­tern aufge­nommen.