Mordprozess in Görlitz - Neuneinhalb Jahre für Flüchtling aus Eritrea
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Neun Jahre und sechs Monate Gefängnis – so lautet das Urteil gegen einen in Görlitz lebenden Flüchtling aus Eritrea. Das Landgericht Görlitz verurteilte ihn heute wegen Mordes und Vergewaltigung. Die Kammer sah die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft als erwiesen an. Der Angeklagte hatte demnach eine 24-jährige Krankenpflegeschülerin mit einem Kissen erstickt und dabei vergewaltigt. Anschließend hob er mit ihrer EC-Karte 150 Euro ab.
Zum Tatzeitpunkt war er angeblich 20 Jahre alt und damit noch Heranwachsender. Die Staatsanwaltschaft zweifelte sein Alter an. Der Nachweis, dass er älter ist, konnte aber nicht zweifelsfrei erbracht werden. So wurde der Angeklagte nach Jugendstrafrecht verurteilt.