Mumaßlicher Messerangreifer wollte in die Türkei

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Der mutmaßliche Messerangreifer von Dresden soll Ende 2017 vergeblich versucht haben, zu einer Schwester in die Türkei auszureisen. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Der junge Syrer war damals schon als islamistischer Gefährder eingestuft worden und hat in U-Haft gesessen.

Die deutschen Behörden hätten bei seiner Ausreise helfen wollen. Die türkische Botschaft habe ihm wegen fehlender Nachweise aber kein Visum ausgestellt. Geplant sei gewesen, die Türkei erst nach seiner Ausreise mit Informationen über den jungen Syrer zu versorgen.

Am 4. Oktober waren in Dresden zwei Männer Opfer einer Messerattacke geworden. Ein 55-Jähriger aus Krefeld starb, ein weiterer Mann (53) aus Köln überlebte schwer verletzt. Der junge Syrer steht unter Tatverdacht. Die Ermittler vermuten ein islamistisches Motiv. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.