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Mutmaßliche Störer bei Husarenhof-Brand in Bautzen sagen aus

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In Bautzen hat heute Vormittag der Prozess gegen zwei mutma­ß­liche Störer beim Husarenhof-Brand begonnen. Ein Dritter blieb der Verhand­lung vor dem Jugend­schöf­fen­ge­richt fern. Er wird nun mit Haftbe­fehl gesucht. Die beiden anderen Angeklagten sagten aus.

Die 21-Jährigen räumten ein, sich im Gefah­ren­be­reich des brennenden Gebäudes aufge­halten zu haben. Am Abend zuvor hatten sie mit Freunden Geburtstag gefeiert, Bier und Schnaps getrunken. Über WhatsApp erhielten sie am frühen Morgen des 21. Februar die Nachricht, dass die geplante Asylbe­wer­ber­un­ter­kunft brennt. Daraufhin fuhren sie zum Husarenhof. Polizisten forderten sie auf, den Gefah­ren­be­reich zu verlassen, was sie jedoch ignorierten. Daraufhin wurden ihnen Platz­ver­weise erteilt. Polizisten drängten die drei jungen Männer zurück. Dagegen hätten sie Wider­stand geleistet, die Beamten geschubst und versucht zu schlagen, so die Staats­an­wältin. Sie wurden schlie­ß­lich in Gewahrsam genommen. Die Angeklagten bestritten, die Polizisten angegriffen zu haben.

Dagegen bestä­tigten Feuer­wehr­leute und Polizisten, die am Brandort waren, die Vorwürfe der Anklage. Sie sagten  aus, dass die Angeklagten wieder­holten Platz­ver­weisen nicht nachge­kommen seien. Die Feuer­wehren hatten seiner­zeit gerade damit begonnen, brennende Dachziegel vom Dach zu reißen. Anstatt zu gehen, sollen die Beschul­digten verbal ausfällig und handgreif­lich geworden sein, teilweise mussten sie sogar mit Handfes­seln am Boden fixiert werden. Ein Feuer­wehr­mann sagte: „Einer ist einer Polizistin von hinten auf den Rücken gesprungen. Den habe ich ihr vom Kreuz genommen.“

Den beiden Angeklagten sowie einem Dritten werden noch andere Taten vorge­worfen – von Diebstählen in Garten­lauben und Wohnungs­ein­brü­chen über Belei­di­gungen von Polizisten bis hin zu gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung. Mehr als 30 Zeugen sollen gehört werden.

Der Prozess wird fortge­setzt.

Noch immer laufen die Ermitt­lungen zum Brand­an­schlag auf den Husarenhof. Die Staats­an­walt­schaft hat bislang keine dringend tatver­däch­tigen Beschul­digten.