Nach Amokalarm: Große Ehrung für mutige Lebensretter
Sie haben mit ihrem mutigen Verhalten das Schlimmste verhindert. Zwei Mitarbeiter der Grundschule Kirchstraße in Bischofswerda wurden mit dem Sächsischen Lebensrettungsehrenzeichen ausgezeichnet. Darüber informierte am Mittwoch die Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Holm Große übergab im Stadtrat die Ehrung an Hausmeister Peter Beyer und Sportlehrer Sebastian Stettner.
Die beiden Männer haben bei der Amoklage im August den jugendlichen Täter im Schulhaus gestellt. Der Lehrer hörte Schreie aus der Toilette. Als er nachsah, stand ihm der Täter mit einem Messer gegenüber. Geistesgegenwärtig habe Stettner ihm die Waffe aus der Hand geschlagen und die Tür verschlossen, heißt es. Parallel dazu gab er die Info weiter, damit ein Notruf abgesetzt werden konnte.
Nur wenig später habe der damals 16-Jährige dann in Flammen gestanden. Dem Hausmeister sei es gelungen, ihn unter Einsatz seines Lebens zu überwältigen und das Feuer zu löschen. Er habe den Jugendlichen dann bis zum Eintreffen der Rettungskräfte festgehalten. Der Täter hatte zuvor einen Drittklässler mit einem Messer schwer verletzt. Auch mehr als ein halbes Jahr nach der Tat befindet sich der Angreifer noch immer im Krankenhaus. Die Spezialklinik konnte der Jugendliche konnte zwar die Spezialklinik verlassen, da gegen ihn aber ein Haftbefehl vorliegt, wurde der Beschuldigte in ein Haftkrankenhaus gebracht, so die Staatsanwaltschaft
Die Auszeichnung wurde im Namen von Sachsens Innenminister Armin Schuster vorgenommen. Sie zählt zu einer der höchsten Ehrungen im Freistaat. Das Lebensrettungsehrenzeichen für Rettung aus Gefahr wird an Personen verliehen, die unter Lebensgefahr oder besonders bedrohlichen, gefahrvollen Umständen Menschenleben gerettet oder eine der Allgemeinheit drohende erhebliche Gefahr abgewendet habe.