Nach Wolfsvorfall - Landrat sucht Gespräch in Cunnewitz
Knapp eine Woche nach dem Wolfsvorfall in Cunnewitz hat heute der Bautzener Landrat Michael Harig das Gespräch mit Bewohnern des Ortes gesucht. Auch Schäfer und ein Jagdpächter waren zum Lokaltermin erschienen. Harig forderte, dass es zur Gefahrenabwehr Jägern erlaubt sein müsse, Wölfe zu schießen. Ein entsprechender Passus müsse rasch gesetzlich verankert werden. Das wäre ein wirksames Instrumentarium. Eine schnelle und generelle Lösung im Umgang mit Wölfen sieht Harig nicht - weder auf Bundes- noch auf EU-Ebene. "Das kann noch Monate und Jahre dauern", so der Landrat. Ein Wolf hatte am frühen Freitagmorgen der vergangenen Woche einen Hirsch durch Cunnewitz gejagt. Zäune wurden niedergetrampelt. Als ein Bewohner mit einer Taschenlampe leuchtete, ließ der Wolf von seiner Beute ab und rannte davon. Der Hirsch verendete. Auf einem der drei Grundstücke hatten noch wenige Tage zuvor Kinder gezeltet. Nach Tagesanbruch wurde am Ortsrand ein weiterer toter Hirsch gefunden.