Nazi-Raubkunst in Görlitz gefunden
Bei der Suche nach Nazi-Raubkunst in den Städtischen Kunstsammlungen Görlitz sind Wissenschaftler auf neun Objekte gestoßen. Dabei handelt es sich um Zeichnungen von Sammlern aus Breslau, Neustadt/Oberschlesien und Garmisch-Partenkirchen. Die Kunstwerke sollen den Erben zur bedingungslosen Rückgabe angeboten werden. Das entschied gestern Abend der Stadtrat. Nur die beiden NPD-Stadträte stimmten dagegen.
Es gibt aber noch einen zweiten Beschlusspunkt. Görlitz will sich um einen – so wörtlich – marktgerechten Erwerb – dieser Kunstwerke bemühen, falls die Alteigentümer nichts dagegen haben.
Monatelang wurde in den Magazinen der Görlitzer Kunstsammlungen nach Nazi-Raubkunst gefahndet. Ergebnis: 115 Teffer. Dabei stellte sich heraus, dass 134 Exponate kriegsbedingt verschollen sind und ein Teil sich möglicherweise in polnischen Sammlungen befindet. Weitere sieben Kunstwerke wurden zwischen 1998 und 2003 zurückgegeben. Bleiben also noch neun übrig.Diese Zeichnungen werden auf der Internetplattform www.lostart.de veröffentlicht.