• Die Leiterin des Lehrstuhls Gewässerschutz an der BTU Cottbus-Senftenberg, Brigitte Nixdorf. Im Halbendorfer See bei Weißwasser wurde die neue Algenart entdeckt. Fotos: Jessi Lisk, BTU Cottbus-Senftenberg, Montage: Toni Herrmann

    Die Leiterin des Lehrstuhls Gewässerschutz an der BTU Cottbus-Senftenberg, Brigitte Nixdorf. Im Halbendorfer See bei Weißwasser wurde die neue Algenart entdeckt. Fotos: Jessi Lisk, BTU Cottbus-Senftenberg, Montage: Toni Herrmann

Neue Algenart im Halbendorfer See bei Weißwasser entdeckt

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Wissenschaftler haben im Halbendorfer See bei Weißwasser eine neue Algenart entdeckt.  Sie wachse in dem sauren Wasser ohne viel Kohlenstoff und Phosphor ausgezeichnet und bilde relativ viel Biomasse, sagte uns Brigitte Nixdorf. Die Professorin ist Leiterin des Lehrstuhls Gewässerschutz an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Die mikroskopisch kleine Alge kommt mit wenig Licht aus. Deshalb wurde sie auch nach dem Herbst benannt:  Autumnella lusatica. Die Wissenschaftler haben die Alge inzwischen auch in neun weiteren Tagebauseen in der Lausitz nachgewiesen. Geprüft wird nun, ob sie sich zur industriellen Produktion von Biomasse eignet.

Die  Alge hat einen ausgeklügelten Stoffwechsel, den sie je nach Situation umstellen kann. "Sie ist auch in der Lage, Co2 aus der Luft zu binden", so Nixdorf.   Badegäste brauchen aber nicht mit einem mulmigen Gefühl ins Wasser zu steigen. "Das Baden ist ästhetisch angenehmen. Die Algen sind überhaupt nicht mit den toxischen Blaualgen zu vegleichen".

Der Winzling gibt den Forschern  noch weitere Fragen auf.   Vor einigen Tagen hat die Professorin die neue Algenart auf einer europäischen Tagung in Zagreb vorgestellt und damit auch die Lausitz ein Stück bekannter gemacht.

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Reporter Knut-Michael Kunoth