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Neue Buslinie von Görlitz nach Zgorzelec und ein „Europa-Stadt-Ticket“

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Görlitz bekommt eine neue grenzüberschreitende Buslinie. Der A-Bus soll nach Zgorzelec verlängert werden. Er wird das Zentrum der Nachbarstadt ringförmig umfahren - voraussichtlich montags bis samstags im 30-Minuten-Takt. Das wurde am Abend auf der gemeinsamen Sitzung der Görlitzer und Zgorzelecer Stadträte bekannt. Start für die neue Linie ist voraussichtlich zum Fahrplanwechsel im Dezember oder spätestens im kommenden Frühjahr. Außerdem wurde die Einführung eines „Europa-Stadt-Tickets“  vorgeschlagen. Damit könnten Fahrgäste alle Linien in Görlitz und Zgorzelec nutzen. Die beiden Stadträte verabschiedeten eine entsprechende Absichtserklärung.

Görlitz und Zgorzelec wollen sich außerdem für den Bau einer weiteren Autobrücke über die Neiße starkmachen. Auch dafür unterzeichneten die beiden Stadtoberhäupter, Ursu und Gronicz, am Abend eine Absichtserklärung. Eine Machbarkeitsstudie soll in Auftrag gegeben, nach einer Finanzierung gesucht werden. Die Brücke könnte im Norden der Stadt, südlich der Autobahn, verlaufen. „Wir brauchen sie. Die Menschen können dann einfacher zwischen den beiden Städten pendeln, zum Beispiel zum Einkaufen und zur Arbeit“, sagte der Zgorzelecer Bürgermeister Rafal Gronicz. Der Verkehr auf der einzigen Autobrücke , die beide Kernstädte  miteinander verbindet, hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt. Täglich rollen mehr als 12.000 Fahrzeuge darüber.

Audio:

Verkehrsplaner Jens Kunstmann
Rafal Gronicz, Bürgermeister von Zgorzelec
Reporter Knut-Michael Kunoth