Neue Oberschule mit neuem Bildungskonzept für Görlitz
Görlitz bekommt eine neue Oberschule. Der Stadtrat wird Donnerstag in einer Woche den Planungsbeschluss fassen. 16 Planungsbüros haben sich beworben. Für die neue Schule werden zwei alte Gebäude auf dem ehemaligen Schlachthofgelände saniert und ein Neubau errichtet. Damit verbunden ist ein völlig neues Konzept. Bürgermeister Michael Wieler spricht von einer Cluster-Schule. Die Klassenzimmer werden räumlich um eine Mitte gruppiert, und zwar für Schüler einzelner Altersstufen. Vorteil: Häufige Umzüge, so wie bei der konventionellen Raumeinteilung, entfallen.
Gründerzeitviertel wird aufgewertet
Mit dem Bildungscampus, zu dem neben der Oberschule auch eine Turnhalle an der Cottbuser Straße gehört, soll zugleich das westliche Gründerzeitviertel von Görlitz aufgewertet werden. Denkbar ist eine Werkschule. Diese Idee hat das Kultusministerium ins Gespräch gebracht. Es handelt sich um einen Bildungsgang – eine Ergänzung zur Hauptschule , um benachteiligten Schülern den Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung zu erleichtern. Zudem soll auf dem Campusgelände mittelfristig eine Einfeld-Sporthalle errichtet werden.
Baustart voraussichtlich Anfang 2021
Die neue Oberschule wird über zehn Millionen Euro kosten – einschließlich der Turnhallensanierung. Nach Abschluss der Planungen soll die Förderung beim Land beantragt werden. Die Stadt kann mit 90 Prozent für die Altbauten und 75 Prozent für den Neubau rechnen. Voraussichtlich Anfang 2021 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. „2022 wollen wir fertig sein“, so Wieler. Im Neubau sollen die Klassenzimmer und Fachkabinette untergebracht werden, in den beiden Altbauten Verwaltung und Mensa.
In Görlitz werden dringend neue Unterrichtsplätze gebraucht. Die Schülerzahlen sind gestiegen, und sie steigen weiter. So wird an zwei Schulen schon in Containern unterrichtet, weil die Plätze nicht mehr ausreichen.