Neuer Prozess zum Brand von Hoyerswerdaer Dönerfabrik
Der Brand einer Dönerfabrik vor fast drei Jahren in Hoyerswerda hat ein weiteres gerichtliches Nachspiel. Angeklagt ist ein Bulgare. Von dem Fleischergesellen fehlte bislang jede Spur. Er konnte sich in die Türkei absetzen, wurde erst später gefasst. Gegenüber der Polizei gestand er, den Brand gelegt zu haben. Der Prozess beginnt am 22. November. Geplant sind drei Verhandlungstage. Der Bulgare behauptet, dass er gemeinsam mit seinem damaligen Chef und einem ungarischen Fleischergehilfen die Fabrik angezündet hat. Der damaligen Anklage zufolge täuschten sie zunächst einen Einbruch vor, dann gossen sie Benzin in der Produktionshalle aus und zündeten es an. Der Inhaber der Dönerfabrik, ein Türke, habe die Versicherungssumme von über 1,2 Millionen Euro kassieren wollen. Dieser Vorwurf konnte im Verfahren gegen die Beiden aber nicht bewiesen werden. Der Bulgare war damals zum Prozess nicht erschienen. So wurden sein Chef und dessen Gehilfe freigesprochen.