Nieskyer Oberbürgermeisterin zu Plänen für Asylheim
Die Nieskyer Oberbürgermeisterin Kathrin Uhlemann stellt die vom Landkreis geplante Erweiterung des Asylbewerberheimes in der Stadt in Frage. Sie erwartet Antworten, ob und warum zusätzliche Unterbringungskapazitäten in Niesky nötig seien und woanders nicht. Sie bezieht sich damit auf Weißwasser. Dort will der Landkreis vorerst kein Asylbewerberheim errichten, wenn die Stadt zusätzliche Wohnungen für Flüchtlinge bereitstellt.
Ob es in Niesky und Umgebung ausreichend dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten gibt, sei bislang gar nicht untersucht worden. Uhlemann sieht die unklare Finanzierung als Hauptproblem. Oft beklagten Vermieter fehlenden Rückhalt, so bei plötzlichem Leerzug. Außerdem gebe es in der Region weniger Leerstand als in Weißwasser.
Die Oberbürgermeisterin fragt, ob es überhaupt nötig sei, mehr Plätze für Flüchtlinge vorzuhalten. Das Heim an der Fichtestraße ist nur zu zwei Dritteln belegt. Ihr Vorschlag: Die Unterkunft so herrichten, dass gezielt Familien aufgenommen werden können – und die Sorgen und Ängste der Nieskyer ernstnehmen.
Am 20. März können sie im Bürgerhaus mit dem Landrat über die umstrittene Erweiterung diskutieren.