Noch kein Urteil im Görlitzer Gleisbesetzer-Prozess
Der Görlitzer Amtsrichter will weitere Zeugen hören. Der Angeklagte soll sich zu Pfingsten gemeinsam mit anderen Aktivisten an ein Gleis der Vattenfall-Kohlebahn angekettet und so die Kohlezufuhr für das Kraftwerk Schwarze Pumpe unterbrochen haben.
Mit einem breiten Grinsen und mit Handschellen gefesselt, betrat der 28-jährige Österreicher den Verhandlungssaal. Beifall von Sympathisanten auf den Zuschauerbänken. Zu den Vorwürfen machte er keine Angaben. Erste Zeugen wurden vernommen. Der Vattenfall-Sicherheitsbeauftragte erklärte, dass durch die Besetzung des Tagebaus Welzow, die Erstürmung des Kraftwerks Schwarze Pumpe und die Gleisblockade der Kohlenachschub nicht mehr gewährleistet war. Vattenfall sei ein Schaden von über eine Million Euro entstanden.
Der Prozess wird am 20. Juli fortgesetzt – der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt.