Noch keine Genehmigung für Bürgerbus Weißwasser
Der Start der Bürgerbuslinien in der Region Weißwasser verzögert sich. Bernd Gunter Treffkorn muss noch die erforderlichen Genehmigungen bei des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr einholen. Das könne bis zu einem halben Jahr dauern, sagte er uns am Abend nach einem Gespräch im Landratsamt. Seine Idee, Menschen aus abgelegenen Orten im Umland nach Weißwasser zu bringen, will er trotzdem schnell umsetzen.
Treffkorn will die Zeit bis zum Start seiner Bürgerbuslinien mit einem Mietwagenbetrieb überbrücken. Er stellt sich das so vor: Fahrgäste aus Orten, die von Linienbussen kaum oder gar nicht bedient werden, können eine kostenlose Nummer anrufen. Dann schickt er einen Mietwagen-Fahrer. Der holt die Fahrgäste ab, bringt sie zum Beispiel zum Bahnhof, Rathaus oder zum Einkauf in die Stadt. Ob das auch rechtlich so in Ordnung geht, bleibt abzuwarten.
Die Bürgerbus-Idee
Achtsitzer-Kleinbusse sollen auf festen Routen , sechsmal am Tag (dreimal am Vormittag, dreimal am Nachmittag), in kleine Ortschaften in einem Radius von 20 bis 30 Kilometern fahren. „ Es gibt spezielle Haltpunkte. Wir halten auch auf Wunsch“, so Treffkorn. Ziele sind z. B. Krankenhaus, Rathaus, Bahnhof und Einkaufsmärkte in Weißwasser.
Disponent Treffkorn hat eine Firma (OTS-Oberlausitzer Transportservice) und koordiniert die Rufbusse. 2,50 Euro soll die Fahrt kosten. Rechnet sich das? Ja, meint er. „Wir haben mehrere Kleinbusse, die für uns im Einsatz sind. Das ist rentabel“. Die Bürgerbusse sieht er nicht als Konkurrenz zum bestehenden öffentlichen Personennahverkehr in der Region. „Wir hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.“