Noch mehr Salmonellen-Erkrankte im Kreis Görlitz
Die Zahl der an Salmonellen Erkrankten im kreis Görlitz hat sich auf 113 erhöht. Fünf Patienten befinden sich in Kliniken. Unter den Erkrankten ist auch ein Kleinkind. Es konnte inzwischen aus der stationären Behandlung entlassen werden.
Vor zwei Woche war mit Salmonellen belastetes Hack- und Schabefleisch in Umlauf gekommen. Bei der Löbauer Fleischerei Richter und ihren Filialen in den Kreisen Görlitz und Bautzen fand das Lebensmittelüberwachungsamt fünf mit dem Erreger infizierte Proben. Die Infektionskette wird derzeit zurückverfolgt. Im Visier steht momentan ein Schweineaufzuchtsbetrieb im Landkreis Görlitz, bei dem im April dieses Jahres ein Befund dieses Salmonellen-Typs festgestellt wurde. Ein Zusammenhang zu den derzeitigen Fällen könne aber noch nicht gezogen werden, so der Leiter des Lebensmittelüberwachungsamtes Ralph Schönfelder. Insgesamt 31 Lieferanten des Löbauer Fleischbetriebes wurden ermittelt.
In einem Fleischwolf in dem Löbauer Betrieb wurden die Salmonellen nachgewiesen. Alle anderen 354 Abstrichproben seien negativ gewesen, was für den hohen Hygienestandard in der Fleischerei spreche, so Schönfelder. Die Fleischerei Richter wirbt unterdessen um das Vertrauen ihrer Kunden. Es geht um die Existenz des Unternehmens. Bei 27 der 150 Beschäftigten wurde eine Infektion mit Salmonellen festgestellt. Sie dürfen bis auf weiteres nicht an den Arbeitsplatz zurück.
Entwarnung kann noch nicht gegeben werden. Das Gesundheitsamt rechnet mit weiteren Erkrankungen. Ihr Verlauf aber bei dieser seltenen Art von Salmonellen meist leicht, so Amtsarzt Christoph Ziesch. Er gehe mit Erbrechen und Durchfall einher. Der Flüssigkeitsverlust müsse ausgeglichen werden. Die Erkrankung kann mehrere Wochen dauern, bei Kindern sogar mehrere Monate.