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Noroviren-Alarm im Görlitzer Klinikum

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Im Görlitzer Klinikum sind gehäuft Fälle mit dem hoch ansteckenden Norovirus aufgetreten. Auf der unfallchirurgischen Station sind 14 Patienten erkrankt und sieben Mitarbeiter. Auch aus anderen Stationen werden Fälle gemeldet.  Das Klinikum hat besondere Schutzvorkehrungen getroffen. Das Personal wurde angewiesen, Schutzbekleidung  bei der Versorgung infektiöser Patienten zu tragen. Auf betroffenen Stationen gibt es einen vorübergehenden Aufnahmestopp.  

Noroviren werden meist über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Dabei werden die Erreger in kleinsten Spuren von Stuhlresten oder Erbrochenem von Erkrankten an den Händen weitergetragen. Von der Hand gelangen die Viren leicht in den Mund. Sehr ansteckend sind auch winzigste virushaltige Tröpfchen in der Luft, die während des Erbrechens entstehen.Die Erkrankung beginnt zumeist plötzlich mit heftigem Durchfall, Übelkeit und schwallartigem Erbrechen. Dazu kommt häufig ein starkes Krankheitsgefühl mit Bauch- und Muskelschmerzen, gelegentlich mit leichtem Fieber und Kopfschmerzen. Die starken Brechdurchfälle können rasch zu einem Flüssigkeitsmangel im Körper führen, welcher sich durch ein ausgeprägtes Schwächegefühl oder Schwindel bemerkbar machen kann. Die Beschwerden klingen meist nach 1 bis 2 Tagen vollständig ab.