Null Zinsen - Durststrecke für Kreissparkasse Bautzen hält an - Preise für Girokonten steigen
Die fetten Jahre für die Kreissparkasse Bautzen sind vorbei. Die Erträge seien angesichts verschwundener Zinsen weiter gesunken, sagte Vorstandsvorsitzender Dirk Albers. So verringerten sich im vergangenen Jahr die Zinseinnahmen um zwei Millionen auf 33 Millionen Euro und seit 2010 sogar um 14 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis sank auf unter 20 Millionen Euro.
„Wir können auch keine Entwarnung geben. Die Prognose für schnell wachsende Zinsen gibt es nicht“, so Albers. Der Zinsüberschuss aus dem Kapitalmarkt werde weiter sinken. Die Kunden bekommen die Entwicklung zu spüren. Sie müssen ab Juli mit höheren Kosten für ihr Girokonto rechnen. Darüber sollen sie im April informiert werden. Negativ-Zinsen will die Kreissparkasse Bautzen Privatsparern vorerst nicht abknöpfen. „Wir beobachten unsere Mitbewerber“, so Albers. Anders bei den gewerblichen Kunden: Sie müssen seit Jahresbeginn sogenannte Parkgebühren zahlen, wenn sie mehr als 600.000 Euro auf der hohen Kante haben.
Befürchtungen, dass Privatkunden massenweise angesichts der bevorstehenden Preiserhöhungen ihre Girokonten kündigen könnten, hat Albers nicht. Es werde weiter ungebrochen gespart. So brachten Sparer im vergangenen Jahr 34 Millionen Euro auf ihre Girokonten und Sparkassenbücher.