OB-Wahl in Weißwasser: Diese Kandidaten treten an
Weißwasser hat die Wahl. Zur Landtagswahl am Sonntag wird parallel auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Etwa 15.000 Einwohner sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Um den Chefsessel im Rathaus bewerben sich zwei Frauen und ein Mann. Das langjährige Stadtoberhaupt Torsten Pötzsch tritt nach Falschinformationen über ihn und persönlichen Bedrohungen nicht mehr an.
Folgende Kandidaten wurden aufgestellt (in alphabetischer Reihenfolge):
Katja Dietrich
Die 43-Jährige aus der Stadt tritt als Einzelbewerberin an. Aktuell arbeitet die studierte Wirtschaftsgeografin bei der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS). Diesbezüglich liegen ihr besonders die Strukturwandelthemen am Herzen. Die SAS-Beraterin will insbesondere eine Wirtschaftsförderung in der Verwaltung aufbauen, um sich in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Auch die Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt will sie langfristig sicher in der Region etablieren.
David Kreiselmeier
Der 38-jährige Lehrer tritt für die AfD an. Er unterrichtet aktuell in den Fächern Musik und Informatik an der Oberschule in Mücka. Der gebürtige Thüringer ist mit seiner Familie in die Region zugezogen und wohnt in Rietschen. In Medienberichten wurde Kreiselmeier zuletzt vorgeworden, Mitglied der Reichsbürgergruppierung „Königreich Deutschland“ zu sein, die er mehrfach zurückwies. Als „Neuling“ in der Stadt und der Region will Kreiselmeier Weißwasser zu einer lebenswerten „Stadt des fleißigen Mittelstandes“ etablieren.
Swantje Schneider-Trunsch
Die Einzelbewerberin tritt für die Wählervereinigung „Klartext“ an und wurde mit Unterstützung der CDU ins Rennen geschickt. Als Kämmerin der Stadt verwaltet die 46-Jährige seit drei Jahren die Finanzen der Stadt. Besonders das „Wir-Gefühl“ will Schneider-Trunsch wieder stärken. Besonders gemeinsame Entscheidungen mit den Akteuren der Stadt, Einwohnern, Unternehmen oder auch Vereinen sind ihr wichtig.
Im ersten Wahlgang ist Sieger, wer die absolute Mehrheit erreicht, also mindestens 50 Prozent plus eine Stimme. Sollte keiner der drei Bewerber diese Hürde auf Anhieb überspringen, kommt es zu einem zweiten Wahlgang am 20. September.
Wir stellen die Kandidaten für Weißwasser vor.
Gefragt wurde: Was haben Sie, was die anderen vier OB-Bewerber nicht haben? Was wollen Sie in Weißwasser verändern? Was wäre Ihre erste Amtshandlung? Auch zehn persönliche Frage wurden in gleicher Reihenfolge gestellt. Die Antworten hören Sie hier.