Oberlausitz bleibt Spielwiese für Klemm und Klau
Ermittlungsgruppen jagen Diebe und Einbrecher in der Oberlausitz. Klemm und Klau haben aber weiter leichtes Spiel. So machen mehr als ein Drittel aller Straftaten in den Landkreisen Görlitz und Bautzen Eigentumsdelikte aus. Das geht aus der heute vorgelegten Kriminalstatistik der Polizeidirektion Görlitz hervor.
Differenziertes Bild
Für 2019 ergibt sich aber ein differenziertes Bild. Während die Eigentumskriminalität an der Grenze zu Polen um 300 Fälle angestiegen ist, wurden in der Region zu Tschechien 200 Straftaten weniger angezeigt. Die Videoüberwachung in Görlitz zeigt Wirkung. Sie schreckt offenbar ab. Seitdem die Kamerasäulen scharfgeschaltet sind, gingen in der Altstadt die Einbrüche um die Hälfte zurück und die Diebstähle um fast 40 Prozent.
Weniger Autos gestohlen
In der Oberlausitz wurden 449 Autos gestohlen. Das sind 132 weniger als im Jahr zuvor. Aber es wurden 200 Fahrräder mehr gestohlen. Das waren insgesamt 2011 Räder. Die Zahl der Firmeneinbrüche stieg um mehr als sechs Prozent auf über 660. Dagegen wurde weniger in Wohnungen eingebrochen. Die Zahl sank um fast ein Viertel (570 Fälle).
Insgesamt ging die Zahl der Straftaten in den Landkreisen Görlitz und Bautzen leicht zurück - undzwar um 600 auf rund 33.300 Fälle.
Hotspots
Und das sind die Hotspots der Eigentumskriminalität (Straftaten pro 100.000 Einwohner): Görlitz 5.380, Neißeaue 4.809, Hoyerswerda 4.287, Seifhennersdorf 3.917, Ebersbach-Neugersdorf 3.669, Ostritz: 3.500.