Oberlausitzer Arbeitsmarkt trotz Ukraine-Krieg und Corona-Pandemie stabil
Die Flüchtlingswelle durch den Ukraine-Krieg und die Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt in der Oberlausitz nicht so stark getroffen, wie zunächst befürchtet. Demnach lag die Arbeitslosenquote im vergangenen Jahr bei 6,2 Prozent und damit unter dem Vor-Corona-Niveau. Mehr als 17.100 Menschen hatten laut Arbeitsagentur keinen Job. Das ist ein Rückgang von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders viele unbesetzte Stellen gibt es aktuell in der Metall-, Elektro- und Stahlindustrie, sowie in der Pflege und im Baugewerbe.
Zwar habe der Flüchtlingsstrom die Arbeitslosigkeit zum Jahresende steigen lassen, angesichts des Fachkräftemangels sieht die Agentur darin aber gleichzeitig auch eine Möglichkeit, um offene Stellen zeitnah zu besetzen. „Wir brauchen Arbeitskräfte! Bis 2030 gehen bei uns in der Oberlausitz 49.000 Menschen in Rente. Daher ist es eine positive Chance.“, erklärt die Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Bautzen, Kathrin Groschwald. Man brauche nun verschiedene Sprachkurse um die ukrainischen Flüchtlinge auch schnell integrieren zu können. Das sei nun eine der größten Aufgaben.
Auch 2023 erwartet die Bautzener Agenturchefin eine positive Entwicklung. „Positiv stimmen mich die Aussagen der Kammern, auch die Gespräche mit den Firmen, die weiter produzieren wollen. Fachkräfte werden weiterhin gebraucht. Sei es im Handwerk oder auch im Nahrungsmittelbereich.“, erklärt Groschwald. Hinzu kommen hohe Energiepreise, Materialengpässe und Preissteigerungen, die eine wirtschaftliche Entwicklung erschweren.