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Oberlausitzer Kiefernwald mit Flechten retten

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Im  Biosphärenreservat  „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ sind drei Versuchsflächen mit Bodenflechten eingerichtet worden – die eine in Kreba bei Niesky, die andere in Milkel bei Bautzen. Die Initiativen  „MoSaiKTeiL“ und „Oberlausitzer Zukunftswald“ wollen damit den flechtenreichen Kiefernwald vor dem Aussterben bewahren.  

Da diese Bestände seit den 1990er-Jahren massiv zurückgegangen sind, wurden nun Arten wie Islandmoos und Rentierflechte gezielt auf sandigem Boden ausgebracht. Zuvor wurde die Nadelstreu entfernt, um die historisch nötige Nährstoffarmut für die empfindlichen Organismen zu schaffen. Da die Symbiose aus Algen und Pilzen extrem sensibel reagiert, dürfen die Flächen   nicht betreten werden.  

Mit der Aktion knüpft der Naturschutz an die historische Waldnutzung an, um den hochspezialisierten Überlebenskünstlern wieder eine Heimat zu geben. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen künftig dabei helfen, den Rückgang dieses einzigartigen Ökosystems landesweit zu stoppen.