Offensive gegen Afrikanische Schweinepest in Sachsen

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Offensive gegen Afrikanische Schweinepest in der Oberlausitz. Wildschweine als Überträger der Seuche werden ab sofort verstärkt bejagt. Sachsen fördert die Jagden mit eineinhalb Millionen Euro bis zum Frühjahr 2023. Der Landesjagdverband hat ein Konzept aufgestellt. Es beinhaltet bis zu 60 Drück- und Erntejagden. Mit Hilfe von Drohnen sollen die Jäger zum Schwarzwild gelotst werden. 

Sozialministerin Petra Köpping verteidigte die Offensive mit der Gefahr der Schweinepest für Schweinemastbetriebe. Bislang konnte verhindert werden, dass Bestände auf den Höfen und in den Ställen infiziert werden. Der Vizepräsident des Landesjagdverbandes Bernstein ist überzeugt, dass damit die weitere Ausbreitung der Seuche gestoppt wird. Jäger sollen dafür angeworben werden, ebenso Treiber und Hundeführer. Die Jagden werden in einer Leitstelle in Kamenz koordiniert und organisiert.

"Für eine Drückjagd kommen bis zu 50 Jäger, bis zu 20 Treiber und eine entsprechende Zahl an Stöberhunden zum Einsatz. Für eine Erntejagd werden jeweils bis zu 15 Jäger benötigt. Zusätzlich werden für freitagabends und sonntagmorgens regelmäßig Einzelansitze in den Sperrzonen organisiert", teilte das Sozialministerium mit.

Seit Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Kreis Görlitz im Oktober 2020 wurde in Sachsen das Virus schon bei rund 1.400 Wildschweinen nachgewiesen. Die Seuche breitet sich westwärts aus. Zuletzt waren Funde im Kreis Meißen gemacht wurden. Die Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, kann aber für Landwirte erhebliche wirtschaftliche Folgen haben.

Link zur Website des Jagdprojekts: www.asp-jagd-sachsen.de

* Alle aktuellen Informationen zur Afrikanischen Schweinepest:www.sms.sachsen.de/aktuelles-6610.html