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Oma Irmgard aus Cunewalde will mit 81 in die Politik

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 Oma Irmgard will in den Cunewalder Gemeinderat. Mit  81 Jahren ist sie offenbar die älteste Bewerberin bei der Kommunalwahl in der Oberlausitz. Die Rentnerin hatte in ihrem Leben noch nie ein kommunalpolitisches Amt. Sie tritt nun mit dem Mandat der Linkspartei  an. Geplant war das nicht. Ein Bewerber stand nicht mehr bereit. Da rückte sie nach. Sie nahm den Parteiauftrag an. "Ich will nicht zu Hause rumsitzen. Das ist mir nichts", so die rüstige Rentnerin."Sie drücken, drücken, drücken..."

Genossin Irmgard hat noch keinen konkreten Plan für den Fall, dass sie in den Gemeinderat gewählt wird.  Aber etwas ist ihr aufgefallen in der Gemeinde, was ihr Sorge macht. Das sind die vielen jungen Leute mit dem Handy in der Hand. "Die drücken drauf rum. Sie drücken, drücken, drücken - und sehen die Welt nicht mehr. Das kann nicht gut gehen". Oma Irmgard will mit ihnen ins Gespräch kommen, den Blick der jungen Leute auf andere Dinge lenken, zum Beispiel auf die Natur. Zu Fuß in die PolitikSelbst hat sie kein Handy, aber ein Auto. Am liebsten ist die kleine zierliche Frau jedoch zu Fuß unterwegs. Der Weg zum fast vier Kilometer entfernten Rathaus - für sie kein Problem.

 

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Reporter Knut-Michael Kunoth