Ost-Gebäudereiniger wollen Westlohn
Die Gebäudereiniger fordern in der anstehenden Tarifrunde eine Angleichung der Löhne in Ost und West. In der untersten Lohngruppe betrage der Unterschied immer noch von elf Prozent, sagte Mirko Harwighorst von der Gewerkschaft IG Bau der Deutschen Presse-Agentur.
Am Samstag demonstrierten in Leipzig laut Gewerkschaft rund 200 Reinigungskräfte und Fensterputzer. Dies sei der Auftakt für weitere Aktionen in den nächsten Wochen und Monaten gewesen. Einen Termin für den Beginn der Tarifverhandlungen gibt es noch nicht.
In der Branche gilt bereits seit geraumer Zeit der Mindestlohn von 8,50 Euro. Die Kollegen in Westdeutschland lägen in untersten Lohngruppe allerdings bei über 9,00 Euro, sagte Harwighorst. Das müsse im 25. Jahr der deutschen Einheit endlich angeglichen werden.
Außerdem fordert die Gewerkschaft einen Tarifvertrag gegen die Leistungsverdichtung. „Die Kollegen müssen immer mehr Fläche in immer kürzerer Zeit reinigen, sagte Harwighorst. "Sie müssen unbezahlte Überstunden machen, weil die Norm so hoch ist."
In Sachsen betreffen die Tarifverhandlungen nach Gewerkschaftsangaben rund 33.000 und in Sachsen-Anhalt und Thüringen jeweils 15.000 bis 20.000 Beschäftigte. Bundesweit sind es laut IG BAU 600.000 Gebäudereiniger.