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Ostsächsischen Eisenbahnfreunden geht Kohle aus

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Den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden geht allmählich der Dampf aus. Durch die Corona-Beschränkungen sind in diesem Jahr bislang fast alle Sonderfahrten ausgefallen. Der Löbauer Verein beklagt Einnahmeverluste von über 300.000 Euro. Die Reserven seien bald aufgebraucht, sagte uns Vorsitzender Alfred Simm. 

 Ein Antrag auf Corona-Hilfe wurde abgelehnt. Die Kosten aber summieren sich. So werden für die Hauptuntersuchung des Speisewagens demnächst über 70.000 Euro fällig. Am 4. August starten die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde wieder zu einer Sonderfahrt. Mit der sogenannten Ferkeltaxe, einem DDR-Triebwagen, geht es von Löbau über Zittau nach Seifhennersdorf und zurück. Maximal 40 Fahrgäste dürfen mitfahren. Die Lok bespannten Züge bleiben vorerst weiter auf dem Abstellgleis. Bei den derzeitigen Regelungen dürfte nur die Hälfte der Plätze besetzt werden. Der Verein müsste den doppelten Fahrpreis nehmen.

Das 30. Vereinsjahr steht für die über 130 Ostsächsischen Eisenbahnfreunde offenbar unter keinem guten Stern. So befindet sich die Dampflok nach der rund eine Million Euro teuren Instandsetzung wieder in der Werkstatt in Meiningen. Ein Schaden wurde reklamiert. Vereinsvorsitzender Simm hofft, dass sie im Herbst wieder zurückkommt. Geplant war, die Lok der Baureihe 52 im März wieder in Dienst zu stellen.

Wegen der angespannten Finanzlage muss der Verein die Sanierung des alten Stellwerks auf seinem Gelände verschieben. Simm befürchtet, dass es ganz verfallen könnte.