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Ostsächsisches Handwerk klagt: Konjunkturlok weiter auf Schleichfahrt

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Die Konjunkturlokomotive im  Handwerk in Ostsachsen fährt weiter im Schleichgang. Der Geschäftsklimaindex ist zwar um drei auf 107 Punkte gestiegen. Vor fünf Jahren waren es dagegen noch 123 Punkte. Nur noch 36 Prozent der Handwerksbetriebe zwischen Elbe und Neiße bewerten ihre Lage als gut. Das geht aus der heute vorgestellten Frühjahrskonjunkturanalyse der Handwerkskammer Dresden hervor. 

 Fast jedes fünfte Unternehmen erwartet, dass sich seine Situation verschlechtert. 45 Prozent haben die Investitionen zurückgefahren.  Knapp 20 Prozent beschäftigen weniger Mitarbeiter als noch vor einem Jahr. Als Hemmschuh wird vor allem die Bürokratie gesehen: immer mehr Dokumentationen und Nachweispflichten. Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich appellierte an die Politik: Wirtschaft müsse wieder Chefsache sein. Er fordert „große strukturelle Reformen“. Erst wenn der Meister wieder mehr Zeit fürs Handwerk habe, sei der Bürokratie-Rückbau wirklich gelungen.