PEGIDA-Aussteiger wollen weiter machen
Die Pegida-Aussteiger wollen ein neues Bündnis gründen. Dabei sollen die Themen direkte Demokratie und kontrollierte Zuwanderung im Mittelpunkt stehen. Das kündigte Pegida-Ex-Vize René Jahn auf einer Pressekonferenz am Nachmittag in den Räumen der Landespressekonferenz im Landtag an. Demonstrationen für 9. und 23. Februar angemeldetAm 9. Februar ist eine eigene Demonstration in Dresden angemeldet worden, so Jahn. Auch das alte Pegida-Team will am 9. Februar demonstrieren. Jahn ergänzte: "Wir wollen uns nicht totspazieren."Wie das Rathaus auf unsere Anfrage mitteilte, hat der neue Pegida-Ableger unter dem Stichwort "Direkte Demokratie" Demonstrationen für den 9. und 23. Februar angemeldet. Angemeldet wurden 5.000 Teilnehmer.Keine Anmeldung von Pegida e.V.Vom PEGIDA e.V. selbst liegt der Stadt für den 9. Februar 2015 noch keine Versammlungsanzeige vor, obwohl auf Facebook mit den Worten "14. Großer Abendspaziergang Montag 09.02.15, 18:30 Uhr, Startpunkt folgt in Kürze" mobilisiert wird. Dies stellt einen Verstoß gegen § 14 Abs. 1 SächsVersG dar, wonach eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel spätestens 48 Stunden vor der Bekanntgabe anzuzeigen ist. Der PEGIDA e.V. wurde aufgefordert, seiner Anzeigepflicht nachzukommen.Fünf Pegida-Aussteiger organisieren NeubeginnInsgesamt sechs Mitglieder des Pegida-Führungsteams waren zurückgetreten. Fünf von ihnen organisieren nun ein neues Positionspapier, wollen auch mit Presse und Politik besser zusammenarbeiten. Zudem legten sie die Facebook-Seite "Konservativer Aufbruch Deutschland" an.Hintergrund für die Rücktritte war die Rolle von Pegida-Gründer Lutz Bachmann - dieser blieb trotz seiner ausländerfeindlichen Facebook-Kommentare weiter aktiv. Zudem sehen die Aussteiger die Rolle von Legida als Sammelbecken von Rechtsextremen sehr kritisch.