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Plädoyers im Görlitzer Mordprozess - was Staatsanwalt, Opfer-Anwalt und Verteidigerin fordern

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Der Angeklagte im Prozess um den Mord an der Görlitzer Melanchthonstraße soll lebenslang hinter Gitter. Das haben heute sowohl der Staatsanwalt als auch der Opfer-Anwalt gefordert. Der Nebenkläger, der die Mutter und den Bruder des Getöteten vertritt, verlangte außerdem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dagegen plädierte die Verteidigerin auf Totschlag. Sie stellte  angenommene Notwehr in den Raum. Ein konkretes Strafmaß überließ sie dem Gericht.

Die Mutter des getöteten Tim  verlas ein Schreiben. Sie richtete sich an den Angeklagten. Sinngemäß sagte sie, dass er ihr ein Stück aus dem Herzen genommen habe.  

Dem  29-jährigen Görlitzer wird vorgeworfen, seinen Bekannten im April vergangenen Jahres mit fünf Messerstichen getötet zu haben. Der 28-Jährige verblutete.  Er hatte sich entschlossen,  einen unliebsamen Rivalen zu töten, so Oberstaatsanwalt Sebastian Matthieu. Es sei um Weibergeschichten gegangen. Der Angeklagte habe sich in seiner Ehre verletzt gefühlt, sah in seinem Gegenüber einen Nebenbuhler. Dagegen berief er sich auf Notwehr. Er sei angegriffen mit einem Messer angegriffen worden.

Das Urteil wird am Donnerstag verkündet.