Pläne für Asylbewerberheim werden im Stadtrat Weißwasser vorgestellt
Im Stadtrat Weißwasser wird heute wohl kein Zuschauerplatz leer bleiben. Die Kreisverwaltung informiert am Nachmittag (Beginn der Sitzung: 16 Uhr) in der Stadtbibliothek über den Bau eines Asylbewerberheimes.
Geplant ist eine Unterkunft in Modulbauweise, und zwar auf einer Fläche, auf der früher ein Gebäude stand und das mit Fördermitteln abgerissen wurde. Die vom Fördermittelgeber gesetzte Sperrfrist für das Grundstück läuft 2026 aus.„Wir könnten dann sofort mit dem Bau beginnen“, sagte uns Orgus.
„Wir stellen uns zehn bis zwölf Jahre vor“
Im Gegenzug will der Landkreis das Asylbewerberheim in Boxberg Mitte 2026 schließen. Ursprünglich sollte das schon im Mai dieses Jahres passieren. Da sich aber die Standortsuche in Weißwasser hinzog, verlängerte das Landratsamt um ein Jahr. Vor allem junge Männer aus Syrien und Kurden sind in der ehemaligen Berufsschule am Kraftwerk untergebracht. Die Unterkunft in Weißwasser soll ebenfalls zeitlich befristet genutzt werden. „Wir stellen uns zehn bis zwölf Jahr vor.“ Dann könnte der Modulbau für andere Zwecke genutzt werden, z.B. als Domizil für Vereine.
Asylbewerberheim im Nachbarkreis Bautzen wird geschlossen
Unterdessen kündigte das Landratsamt Bautzen an, eines seiner Asylbewerberheime zu schließen. Der Miet- und Betreibervertrag für die Unterkunft in Niedergurig wurde gekündigt. Sie werde nicht mehr gebraucht. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind die Asylbewerberzahlen rückläufig, zum anderen gibt es in den anderen Heimen im Landkreis Bautzen ausreichend freie Plätze.
Landratsamt Görlitz hält an Unterbringungskonzept fest
Dagegen hält die Kreisverwaltung Görlitz an der Umsetzung des im Herbst 2023 beschlossenen Unterbringungskonzepts für Asylbewerber fest. Darin wird ein Heim mit maximal 250 Plätzen pro Planungsraum vorgeschlagen. Eine dieser Region ist Weißwasser. Damals ging das Landratsamt davon aus, dass er dauerhaft bis zu 2.500 Flüchtlinge unterbringen müsste.