• Foto: Rocci Klein

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Amoklauf im Berufsschulzentrum Hoyerswerda angedroht

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Im Konrad-Zuse-Berufsschulzentrum Hoyerswerda ist am Mittag Amokalarm ausgelöst worden. Eine Lehrerin hatte einen Zettel gefunden.

"Der Verfasser drohte mit einem Amoklauf", sagte uns Polizeisprecherin Katarina Korch. Daraufhin wurden fast 900 Schüler in Sicherheit gebracht,  zu einem Sammelpunkt in ein nahe gelegenes Gebäude. Dort wurden ihre Identitäten geklärt. Anschließend konnten die erwachsenen Schüler nach Hause gehen, die Minderjährigen wurden an ihre Eltern übergeben. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Jugendlichen. Verletzt wurde niemand. Lediglich ein Schüler habe über Übelkeit geklagt.

Mehrere Krankenwagen und Polizeiautos eilten zum Schulkomplex. Das Berufsschulzentrum wurde weiträumig abgesperrt. Außerdem rückte eine Einheit des Spezialeinsatzkommandos an.

Es gebe noch keine Hinweise zum Verfasser, so Korch: "Wir ermitteln wegen Androhung einer Straftat". Nach der Räumung des Gebäudes werde die Schule durchsucht. Einzelne Schüler werden durch das Kriseninterventionsteam der Polizei betreut.

Nach der Amokdrohung wurde das Konrad-Zuse-Berufsschulzentrum Hoyerswerda abschnittweise wieder freigegeben. Waffen und andere gefährliche Gegenstände fanden die Beamten nicht. Es bestehe keine Gefährdungslage mehr. Der Polizeieinsatz wurde kurz vor 17 Uhr beendet.   Neben 60 Polizisten waren 130 Kräfte von Rettungsdiensten, Feuerwehr und anderen Behörden und Organisationen im Einsatz.

Unterdessen lobte das Landesamt für Schule und Bildung in Chemnitz die Lehrer und Schüler für ihr besonnenes Handeln. «Die Schulleitung hat alles richtig gemacht», sagte Sprecher Roman Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Alle Schüler seien zunächst in die Turnhalle gebracht worden. Später begleiteten dann Polizisten die Jugendlichen aus dem Gebäude.

Audio:

Reporter Rocci Klein - Stand 14 Uhr

Reporter Rocci Klein - Stand 14.35 Uhr

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Polizeisprecherin Katarina Korch - Stand 15.10 Uhr