++ EIL ++

Polizisten genarrt und beleidigt - Jugendstrafe für 20-Jährigen aus Weißwasser

Zuletzt aktualisiert:

Er narrte die Polizei und beleidigte die Beamten – dafür ist heute ein 20-Jähriger vom Amtsgericht Weißwasser zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Sie wurde zur Bewährung ausgesetzt und ist an Auflagen gebunden, so muss der Angeklagte eine Suchtberatung aufsuchen und später regelmäßig (für den Zeitraum von zwölf Monaten) seine Alkoholabstinenz nachweisen.

Der Angeklagte soll sich z.B. am Telefon als Frau ausgegeben und mit weinerlicher Stimme gemeldet haben, dass ein Mann vor einem Einkaufsmarkt in Weißwasser liege, was aber nicht stimmte. Ein anderes Mal rief er  als Günter an. Er sei von einem Auto beinahe überfahren worden. In Cottbus wählte er den Polizeinotruf und gab vor, ein Angetrunkener habe den Hitlergruß gezeigt. Auch das stimmte nicht.

Während der Verhandlung stellte sich heraus, dass der arbeitslose Weißwasseraner zum Zeitpunkt der Taten betrunken war.  Der Angeklagte konnte sich angeblich an kaum noch etwas erinnern. Statt sich für die Taten zu entschuldigen, verfolgte er amüsiert die Aussagen der Polizisten.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwältin hatte zehn Monate gefordert. Der Verteidiger hielt eine Jugendstrafe von sechs Monaten für angemessen, er ging dabei von einer verminderten Schuldfähigkeit aus.