Premiere für Lausitz-Festival
Die internationale Kunst- und Kulturszene soll auf die Lausitz aufmerksam werden. Impulse dafür soll eine Veranstaltungsreihe mit hochkarätigen Akteuren setzen. Auftakt macht das Lausitz-Festival vom 29. März bis 2. April. Aufgeführt werden Konzerte an ungewöhnlichen Orten, so z.B. in der Dorfkirche Cunewalde, dem mit fast 2.700 Plätzen größten evangelischen Gotteshaus in Deutschland. Die Symphoniker Hamburg werden dort Bruckners siebte Sinfonie aufführen. Ideenkonferenz in Hoyerswerda
„Mit dem Festival wollen wir ein geistiges Band spannen. Die Lausitz soll so weltweit sichtbar werden“, sagte Festival-Intendant Daniel Kühnel. Auftakt bildet eine Ideenkonferenz am 29. März in der Lausitzhalle Hoyerswerda. Dort können Kunst- und Kulturschaffende aus der Lausitz Vorschläge machen für die weitere Gestaltung des Festivals. Vier Millionen Euro vom Bund
Der Bund hat für die Veranstaltungsreihe rund vier Millionen Euro bereitgestellt. Vorwürfe, damit würden Steuergelder verschwendet, wies Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer zurück. „Zum Strukturwandel in der Lausitz gehören nicht nur die Straßen- und Schienenverbindungen, sondern auch die Dinge, die für die Seele wichtig sind“, so Kretschmer. Das Festival sei einer von vielen Bausteinen, um die Lebensqualität in der Region zu erhöhen. „Wir brauchen ein Image, das unsere Region so darstellt, dass hier überraschende Dinge möglich sind".
Die organisatorischen Fäden für das Lausitz-Festival zieht die Kulturservice-Gesellschaft Görlitz. Das komplette Programm steht auf der Internetseite: www.lausitz-festival.eu. Sie wird heute um 14 Uhr freigeschaltet. Kritik an FinanzierungDer Görlitzer AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippel hatte kritisiert, dass mit ein paar Kulturveranstaltungen der Strukturwandel nicht gelingen könne. “Anzunehmen, durch ein staatlich subventioniertes Festival kämen neue Unternehmen in die Lausitz oder würden sich gründen, ist reichlich naiv und letzten Endes Steuergeldverschwendung„, so Wippel. Diesen Vorwurf wies Kretschmer zurück.