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Probewohnen in Görlitz: Wissenschaftler ziehen Bilanz

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Die dritte Staffel des Projekts „Wohnen und Arbeiten auf Probe“ in Görlitz ist beendet. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts haben nun Bilanz gezogen. Insgesamt 260 Menschen haben seit 2015 die Europastadt mehrere für mehrere Monate als künftigen Wohn- und Arbeitsort getestet. Besonders beliebt bei den Teilnehmern sei das attraktive Wohnumfeld und die vielfältigen Kultur- und Freizeitangebote gewesen, heißt es.

„Görlitz ist besonders beliebt als Wohnstandort und überzeugt besonders mit kurzen Wegen und zahlreichen Erholungsflächen.“, sagte uns Projektkoordinatorin Constanze Zölter. Besonders die vielfältigen Kultur- und Freizeitmöglichkeiten seien von den Teilnehmern positiv bewertet wurden. Kritik gab es unter anderem für das Image der Europastadt. „Einige kritisierten, dass der internationale Gedanke im Alltag noch mehr gelebt werden könne.“, so Zölter.  So wurde der grenzüberschreitende Bezug im Alltag oft vermisst. Auch könne das Wohnangebot in der Stadt noch besser und transparenter abgebildet werden. 

Die Erkenntnisse aus den vergangenen drei Staffeln sollen nun gebündelt und weiter analysiert werden. Ziel ist es, Empfehlungen für die künftige Stadtentwicklung abzuleiten, um mehr Menschen zu einem Umzug nach Görlitz zu bewegen. Auch eine Fortsetzung des Projekts soll es geben. Aktuell werde an der Finanzierung gearbeitet, erklärte die Projektkoordinatorin. Denkbar sei auch eine Zusammenarbeit mit dem künftigen Deutschen Zentrum für Astrophysik.