Problemwolf weiter auf freier Wildbahn
Der Problemwolf aus dem Rudel Königshainer Berge ist offenbar weiter auf der freien Wildbahn. Er sei noch nicht entnommen worden, sagte uns Tobias Schilling, Referent des Bautzener Landrates. Die Kreisverwaltungen Bautzen und Görlitz hatten vor rund vier Wochen die Abschussgenehmigung erteilt. Mehrere Jäger wurden damit beauftragt. Weitere Jäger würden nicht gesucht, so Schilling.
Der Wolf hatte in den vergangenen Wochen im Grenzgebiet zwischen beiden Landkreisen mehrfach Nutztiere gerissen. Regie beim Abschuss führt das Landratsamt Bautzen. Grund: Auf dem Territorium des Landkreises sind die größten Rissschäden.
Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie gab es in Sachsen bisher zwei „Entnahmen“ von Wölfen - 2008 und 2018. Im Januar 2017 scheiterte eine solche, weil das Tier nicht mehr auffindbar war. Problemwolf Pumpak aus Rietschen blieb am Leben. Die Frist für die Abschussgenehmigung war abgelaufen. Im vergangenen Jahr sah die Fachstelle Wolf die Voraussetzungen im Landkreis Bautzen in zwei Fällen erfüllt. Aber die Wölfe hatten sich auf und davon gemacht.
In Sachsen lebten zu Jahresbeginn 38 Rudel, vier Paare und zwei Einzeltiere.