Protestbündnis in Leipzig plant Großdemo zur Energiekrise

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Angesichts der Energiekrise hat sich in Leipzig ein neues Protestbündnis unter dem Titel «Jetzt reicht's! - Wir frieren nicht für eure Profite!» gebildet. Es plant in den kommenden Wochen Aktionen für nachhaltige Maßnahmen gegen hohe Energiepreise und ruft zu einer Großdemonstration in der Innenstadt am 15. Oktober auf. Dem Bündnis gehören mehr als 30 Gruppen an von Gewerkschaften über Umwelt- und Mietervereinigungen bis hin zu Parteiorganisationen.

«Während sich einige Unternehmen in der Krise bereichern, ist der soziale Frieden akut gefährdet», warnte die Geschäftsführerin des DGB Leipzig-Nordsachsen, Manuela Grimm, am Sonntag. Die Entlastungen des Bundes reichten nicht für Menschen mit unteren und mittleren Einkommen, zudem würden Profiteure der Krise nicht zur Finanzierung der Lasten herangezogen. «Das ist empörend und muss geändert werden!»

Das Bündnis fordert unter anderem einen Energiepreisdeckel, eine Rücknahme der Gasumlage, eine Fortführung des 9-Euro-Tickets, einen Mietendeckel und eine Übergewinnsteuer für alle Unternehmen, die in der Krise unverhältnismäßig hohe Gewinne gemacht haben.