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VW stellt Sparpläne vor - Proteste auch in Sachsen

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Volkswagen will seine Angebotspalette bis 2030 deutlich zusammenstreichen. Wie der Konzern am Donnerstagabend in Wolfsburg mitteilte, soll die Zahl der Modelle um bis zu 50 Prozent reduziert werden. 

Von Werksschließungen oder radikalem Jobabbau ist in der Mitteilung des Konzerns nicht die Rede. Zuvor gab es Medienberichte über den Abbau von weltweit 100.000 Stellen. 

Der Betriebsrat reagierte mit Kritik und setzte dem Vorstand ein Ultimatum: Konzernchef Oliver Blume müsse sich bis Freitagmittag gegenüber der Belegschaft zu den Umbauplänen erklären.

Die IG Metall nutzte das Treffen des Aufsichtsrates für einen bundesweiten Protesttag an allen VW-Standorten. In Sachsen gab es Kundgebungen in Dresden, Zwickau und Chemnitz. Die Porsche-Mitarbeiter in Leipzig zeigen Solidarität und unterstützten ihre Berufskollegen mit einer Demo. 

Mehrere Medien hatten tagüber berichtet, dass in Zwickau und Emden in fünf Jahren die Produktion auslaufen soll. Auch Hannover und Audi in Neckarsulm stünden wohl auf der Streichliste. Dazu äußerte sich der VW-Vorstand am Abend nicht. 

IG Metall-Bezirksleiter Jan Otto forderte auf dem VW-Aktionstag den Volkswagen-Konzern auf, die Arbeitsplätze in Zwickau, Chemnitz und Dresden zu sichern. Auf einer Kundgebung in Dresden sagte er: „An den VW-Werken in Sachsen hängen eine ganze Region und die Existenz tausender Familien. Wir werden nicht zulassen, dass das Management sich einfach aus seiner Verantwortung davonstiehlt.“

An das Management gerichtet erklärte der IG Metall-Bezirksleiter: „Hören Sie auf, tausende Menschen und ihre Familien zu verunsichern. Machen Sie Schluss mit den Angriffen auf Beschäftigte, mit den Attacken auf Mitbestimmung und Standorte. Stellenstreichungen oder gar das Aus für komplette Werke lösen keine Probleme und führen das Unternehmen nicht in eine bessere Zukunft – ganz im Gegenteil. Die Beschäftigten haben die Krise nicht verursacht, sie sind nicht verantwortlich für Absatzprobleme in China oder eine falsche Modellpolitik. Werden Sie Ihrer Verantwortung gerecht und sorgen Sie für wettbewerbsfähige Produkte und Technologien. Das sichert die Zukunft des Unternehmens und nicht der Abbau immer weiterer Arbeitsplätze.“

Audio:

Wir haben uns in Dresden vor der Gläsernen Manufaktur bei den Beschäftigten umgehört