Prozess gegen Görlitzer Reisebüro-Betreiber

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Der Betreiber eines Reisebüros muss sich seit heute in Görlitz vor Gericht verantworten. Ihm wird gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. Kunden hatten bei dem 55-jährigen Görlitzer Kurzreisen nach Tschechien und Polen gebucht, den Preis bezahlt, aber die Leistung nicht erhalten - so der Vorwurf. Die Fahrten fielen aus.

Einige Reisende standen buchstäblich im Regen, warteten vergeblich auf den versprochenen Bustransfer. Andere erhielten eine Mail, in der stand, dass es angeblich Schwierigkeiten mit den Hotels gebe und die Reise deshalb ausfallen müsse. Ihr Geld bekamen die Kunden nicht zurück. So schaute auch eine Schulklasse aus Weißwasser in die Röhre. Die 72 Oberschüler wollten sich Breslau und Krakau anschauen und hatten 1.400 Euro angezahlt.

"In den Hotels waren keine Zimmer gebucht. Er hat alles nur vorgetäuscht, um sich zu bereichern", sagte eine Polizistin aus. Es geht um insgesamt 37 Fälle. Geprellt wurden gutgläubige Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet, so z.B. aus Markkleeberg, Fallingbostel oder Niesky, ergaben die Ermittlungen. Sie waren auf die vermeintlich Reiseschnäppchen bei Ebay gestoßen.

Der Angeklagte schwieg heute zu Prozessbeginn. Die Verhandlung wird am 26. Februar fortgesetzt.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit einer Kundin