Prozess gegen Intensivtäter aus Libyen in Bautzen

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Er hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Angst und Schrecken in der Bautzener Innenstadt gesorgt. Seit heute muss sich ein 45-Jähriger Libyer dafür vor dem Amtsgericht verantworten. Der Angeklagte gilt als Intensivtäter und ist aktuell in der Psychiatrie untergebracht.

Die Liste der Straftaten ist lang. Von gefährlicher Körperverletzung, über räuberischen Diebstahl bis hin zu Beleidigungen. Immer wieder sorgte der Asylbewerber seit 2020 für Aufregung, ging wild auf Passanten in der Innenstadt los, verletzte sie teilweise schwer. Zum Prozessauftakt heute legte die Staatsanwaltschaft dem Libyer neun Anklagepunkte zur Last. Weitere sind noch offen.

Die Palette der Straftaten ist breit gefächert – ob Auseinandersetzungen in der Männernotunterkunft, ein Diebstahl in einer Tankstelle oder Handgreiflichkeiten am Holzmarkt, bei der eine Anwohnerin auf die Straße gestoßen und beleidigt wurde – immer wieder soll der 45-Jährige für Aufregung gesorgt haben. Immer wieder wurde er in Gewahrsam genommen, immer wieder wurde er wieder freigelassen.

Der Angeklagte selbst stritt die Vorwürfe gegen ihn mehrheitlich ab. Auch ein Vermittlungsvorschlag des Gerichts mit Aussicht auf eine mildere Haftstrafe, wenn er gesteht, lehnte der 45-Jährige ab. Der Prozess wird am 13. Dezember fortgesetzt.