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Prozess gegen mutmaßliche Schläger von Bad Schandau

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Neun Monate nach einem Überfall auf einen Hamburger Schüler in der  Jugend­her­berge Bad Schandau hat am Dienstag der Prozess gegen die mutma­ß­li­chen Schläger begonnen. Drei junge Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren müssen sich vor dem Jugend­schöf­fen­ge­richt des Amtsge­richts Pirna wegen schwerer Körper­ver­let­zung verant­worten. Außerdem geht es um versuchten Raub und Belei­di­gung. Sie sollen den damals 15 Jahre alten Hamburger mit chine­si­schen Wurzeln in einer Jugend­her­berge zusam­men­ge­schlagen haben. Zunächst war ein fremden­feind­li­ches Motiv vermutet worden. Der Verdacht bestä­tigte sich aber nicht, hieß es von der Staats­an­walt­schaft. Der Anwalt des Hambur­gers, der als Neben­kläger auftrat, hielt den Vorwurf der Fremden­feind­lich­keit am Dienstag jedoch aufrecht und warf den Ermitt­lungs­be­hörden unzurei­chende Aufklä­rung vor. Der Fall war bundes­weit durch die Medien gegangen.Kurz nach Beginn der Verhand­lung schloss der Vorsit­zende Richter die Öffent­lich­keit aus. Grund für die Entschei­dung war, dass ein Beschul­digter zum Tatzeit­punkt der ihm vorge­wor­fenen Belei­di­gung noch 17 Jahre alt war. Heute wurden die ersten drei Zeugen gehört. Am Mittwoch in einer Woche wird der Prozess fortge­setzt. Ursprüng­lich war nur ein Verhand­lungstag angesetzt.