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Prozess gegen mutmaßlichen Amoktäter von Bischofswerda geht auf Zielgerade

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Der Prozess gegen einen 16-Jährigen, der versucht haben soll, vor einem Jahr seine frühere Schule in Bischofswerda in Brand zu stecken, geht auf die Zielgerade. Morgen in einer Woche (18.9.) sollen die Plädoyers gehalten und am 1. Oktober das Urteil verkündet werden.

Der Prozess am Landgericht in Bautzen findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil der 16-Jährige noch nicht das Erwachsenenalter erreicht hat. Auch wir müssen draußen bleiben. Was uns aber nicht davon abhält, nachzufragen. Was war das Motiv für die Tat, bei der er auf einen Drittklässler mit einem Messer eingestochen haben soll? Der Grundschüler kam hinzu, als er der Angeklagte auf der Schultoilette Vorbereitungen traf.

Sein Schweigen hat er im Gerichtssaal bislang nicht gebrochen. Er sitze still da, sage keinen Ton, weiche Blicken aus. Der Angeklagte wurde inzwischen in eine psychiatrische Klink verlegt. Zwei Gutachter wurden gehört - zu seiner Persönlichkeit und zur Frage, ob er zur Tatzeit schuldfähig war.  Ihre Aussagen sollen sich widersprechen.

Die  Jugendkammer des Landgerichts steht vor einer schwierigen Entscheidung.