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Prozess gegen sechs Infinus-Manager

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Ab Mitte November müssen sich die Gründer und Manager des Infinus-Finanz­dienst­leis­ters vor dem Dresdner Landge­richt verant­worten. Vorerst sind 13 Prozess­tage angesetzt, teilte ein Sprecher des Landge­richtes mit. Die Dresdner Staats­an­walt­schaft wirft den 46- bis 54-Jährigen Managern banden­mä­ßigen Betrug bzw. Beihilfe vor. Laut Anklage sollen die sechs Männer Anleger mit einem sogenannten Schnee­ball­system um ihr Erspartes gebracht haben. Die Staats­an­walt­schaft spricht von 22.000 Geschä­digten und einem Anlage­vo­lumen von 312 Millionen Euro. Der Schaden könnte aber weit aus größer sein: die Ermittler vermuten, dass insge­samt rund 54.000 Anleger etwa 2,1 Milli­arden Euro in Geschäfte von Infinus inves­tiert haben. 2013 war der Infinusskandal aufge­flogen. Bei Razzien in Dresden Blase­witz, aber auch anderen Deutschen Städten und in Öster­reich sind in großem Umfang Geschäfts­un­ter­lagen sicher­ge­stellt worden. Infinus und mehrere Tochter­un­ter­nehmen melden Insol­venz an. Mehrere Insol­venz­ver­walter sichern seit Monaten das Infinus-Vermörgen, um die Anleger zumin­dest teilweise zu entschä­digen.Die Haupt­ver­hand­lung soll am Montag, den 16.11.2015 um, 9:30 Uhr beginnen.(Az.: Landge­richt Dresden 5 KLs 100 Js 7387/12)