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Prozess in Görlitz - Familienvater bestreitet Mordabsicht

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Vor dem Landge­richt Görlitz hat heute der Prozess gegen einen 46-jährigen Dresdner begonnen. Der Kosovo-Albaner hatte seine beiden Kinder tot gefahren. Er raste im vergan­genen September auf der B 6 bei Fisch­bach mit seinem BMW X5 ungebremst gegen zwei Bäume. Sein fünfjäh­riger Sohn und seine vierjäh­rige Tochter waren sofort tot.

Erschüt­ternde Bilder im Gerichts­saal. Ein Video von der Unfall­stelle wurde gezeigt – Trümmer – über hundert Meter verstreut. Dem Sachver­stän­digen zufolge war der Angeklagte mit 130 bis 170 Kilometer pro Stunde gegen zwei Bäume gerast. Den Jungen hatte er auf den Beifah­rer­sitz gesetzt. Beide Kinder schliefen. Er habe mit der Tat seine Frau bestrafen wollen, so Oberstaats­an­wältin Kerstin Nowotny. Sie hatte sich von ihm getrennt.

Schwei­gend, ohne Regung, fast abwesend verfolgte der Kosovo-Albaner die Verhand­lung. Sein Anwalt erklärte: Er sei verwirrt, er sei nicht er gewesen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth